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Projekt Details

Standort Münster
Bauherr St. Franziskus-Hospital GmbH
Verfahrensart Wettbewerb
Jahr 2022

Die Zonierung des Gebäudes in einen ziegelverkleideten Sockel, der zur Erlöserkirche hin deren Höhe aufnimmt und sich nach Norden zweigeschossig zeigt und in darauf aufgesetzte, leichte mit einer Stahl-Glas-Fassade versehende Geschosse wirken einem allzu massiven Erscheinungsbild des großen Gebäudes entgegen. Die rautenförmig gestaltete, vorgehängte Stahlkonstruktion bietet einen hohen Wiedererkennungswert und schafft einen Zwischenbereich vor der Fassade, der der Begrünung sowie den Putzbalkonen Raum gibt und gleichzeitig eine Pufferzone vor den Seminarräumen entstehen lässt, die die Atmosphäre in den Schulungsräumen positiv beeinflusst.

 

Das Foyer, gleichzeitig als Aula nutzbar, liegt direkt dem Eingang dem Freiherr-vom-Stein-Platz zugeordnet. Über einen Stufenberg, der gleichzeitig Sitzmöglichkeit, Tribüne oder informeller Treffpunkt sein kann, wird eine Galerie im 1. Obergeschoss erschlossen.

 

Im Erdgeschoss ist die Küche unmittelbar angegliedert. Hier kann bei Veranstaltungen das Catering organisiert werden. Es ist aber auch ein kleines Mittagsangebot über einen externen Caterer für die Schüler der Gesundheitsakademie denkbar. Eine separate Anlieferung erfolgt über die Friedrichstraße.

Das Simulationszentrum ist im 5. Obergeschoss angeordnet. Dadurch kann es komplett eigenständig betrieben werden und vermischt sich nicht mit den anderen Funktionsbereichen der Schule. Es ist erreichbar sowohl über den Haupteingang am Freiherr-vom-Stein-Platz als auch von der Eisenbahnstraße.

 

Außerhalb der Nutzungszeiten der Gesundheitsakademie können insbesondere die Räume für andere Nutzer zur Verfügung stehen. Das große Foyer kann für unterschiedliche Veranstaltung genutzt werden. Weitere Seminarräume aber auch die Lehrküche können als Shared-Spaces externen Nutzer angeboten werden. Entlang der Brandschutzabschnitte können Teilbereiche flexibel zugänglich gemacht werden.

 

Das Gemeindezentrum zeigt sich maximal offen zur Kirche. Das gesamte Erdgeschoss wird auf der Südseite geöffnet und bespielt mit dem dort angebotenen Café auch den Außenbereich. Es entsteht ein attraktiver Treffpunkt für die Gemeinde, aber auch für Passanten und Schüler der Gesundheitsakademie.

 

Wir schlagen keine aufwendige Fassadenbegrünung vor, sondern bieten Pflanzvolumen für eine substantielle Begrünung im Bereich der Dachterrasse und weiterführend im Übergang der Ziegelfassade zur leichten Stahlkonstruktion an. Darüber hinaus werden die Dachflächen extensiv begrünt.

 

Der Haupteingang zur Gesundheitsakademie ist prominent am Freiherr-vom-Stein-Platz angeordnet. Ein zweiter Eingang liegt zentral an der Eisenbahnstraße. Es gibt drei Treppenhäuser. Die zwei Erschließungskerne an Westseite sind mit jeweils einem großen Aufzug versehen, der auch einen Bettentransport zulässt. Das Treppenhaus an der Friedrichstraße ist als Fluchttreppenhaus und als kurze Verbindung zwischen den Seminarräumen in den Obergeschossen konzipiert. Die Anordnung der Treppenhäuser ergibt für die Lernbereiche eine Zonierung von unter 400qm, so dass aus brandschutztechnischer Sicht keine Anforderungen an die Lerncluster und somit große Gestaltungsfreiheiten bestehen.

 

Für die beiden Baufelder sind jeweils eigenständige Hausanschlussräume vorgesehen. Die Technikflächen sind zentral übereinander gestaffelt im Gebäude untergebracht. Dies sorgt für kurze und effiziente Leitungswege und eine gute und schnelle Zugänglichkeit. Das Gebäude ist für die Einhaltung des BEG-Effizienzhaus 40-Standards konzipiert.